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Heitere Farbigkeit
Naji el–Hazib vereint Abstraktes und Ornamentales
 

Meist bekommt man nur vollendete Werke zu sehen. Dabei ist auch das Werden von Kunst interessant. Daher fragen wir Künstler, woran sie gerade arbeiten.
Zuletzt hat Naji el-Hazib einige Bilder fertig gestellt, die starke Gegensätze aufweisen. Einige vereinen verschiedene Strukturen, Pinselrichtungen und kontrastierende Farben. Andere setzen sich voneinander ab, wenn man sie nebeneinander betrachtet. „Dahinter steht aber kein festes Konzept“, sagt el-Hazib. Es sei aber schon so, dass sich die Bilder innerhalb von Arbeitsphasen gegenseitig beeinflussen und entwickeln.
Das einordnende Nachdenken setze erst bei der anschließenden Betrachtung ein:“Bald wird etwas geschehen“, spürt el- Hazib, als er ein Bild zeigt, das in Rot und Schwarz eine ungeheure Spannung vermittelt. Den Künstler interessiert es besonders, auf die Struktur der Leinwand selbst einzugehen. „ Ich liebe es,wenn es mir gelingt, das Plastische durch  die Farbgebung selbst zu erzielen. Manchmal bearbeite ich auch die  Leinwand oder gestalte das Skulpturale durch reliefartiges Auftragen der Acryl-Farbe.Unbewusst, so überlegt el-Hazib, verarbeitet er so auch immer das kulturelle Erbe seiner alten Heimat, etwa sumerische Skulpturen aus dem alten Babylon. Auffallend an seinem jüngsten Werk ist die oft fast heitere Farbigkeit, die bei aller Abstraktheit immer auch etwas Üppiges und Ornamentales ausstrahlt.“Vielleicht ist das manchmal eine Flucht oder ein Wunsch nach Welt-Einheit“, so el-Hazib, dessen Werke sich oft eingehend mit Krieg und Terror beschäftigen. Die expandierenden Punkte bringen die ganze Leinwand in Bewegung und scheinen kein Zentrum zu haben. In ihrer Dynamik weisen sie über die Grenzen der Leinwand hinaus. Die „Tupfigkeit“ der Farben bringt eine Poesie ins Spiel, die ein Markenzeichen Naji el-Hazibs geworden ist.

Christine Badke-Kölner Stadt-Anzeiger
 

 

 


          Poetische Titel für abstrakte und gegenständliche Mal-Experimente
Kontinuität des Neuen
 

El-Hazibs „Handschrift“ ist auch bei seiner aktuellen Werkschau unverkennbar. Erneut sind ihm Farb-Entdeckungen gelungen, deren Wirkung man sich kaum entziehen kann. Die große Bandbreite ist beeindruckend. Sie erstreckt sich von geheimnisvoll schattierten Blautönen wie dem seiner Frau Heidrun gewidmetem Himmel / Meer-Bild über eine Steigerung der bei El-Hazib immer schon explosiven Rot-Kompositionen hin zu spannungsgeladenen, fast schwarzen Flächen, deren Facettenreichtum durch Überlagerungen mit anderen Farben sowie reliefartige Oberflächenstrukturen zustande kommen.Innerhalb der Kontinuität in El-Hazibs Werk sticht dennoch seine Fähigkeit ins Auge, gleichzeitig völlig Neues zu schaffen. „Kleine oder ungewöhnliche Formate sind meist mein Experimentierfeld“, verrät der Maler: „Oft weiß ich zu Beginn nicht genau, was ich da ausprobiere. Und plötzlich gelingt mir das Neue, das ich erahnt, aber noch nicht klar vor Augen hatte.“Was bei den neuen Arbeiten besonders auffällt, ist ein Wandel in der Bewegungsrichtung innerhalb der Bilder. Einige ältere Bilder ließen eine eindimensional gehaltene Dynamik vom Bildmittelpunkt zu den äußeren Rändern imaginieren. Jetzt lenkt El-Hazibs Pinselstrich den Blick des Betrachters oft von einer Ebene, die hinter dem Bild zu sein scheint, nach außen in den Raum.Das gelingt dem Künstler teils durch starke Farbkontraste, teils durch „materielle“ Techniken wie pastös aufgetragene Farbschichten, die manchen Bildern die Räumlichkeit eines Reliefs verleihen. „Diese Änderung der Dimensionen ist mir selbst erst spät aufgefallen“, sagt der Künstler, der es liebt, auf diese Weise bei sich selbst auf Entdeckungsreise gehen zu können. El Hazib: „Auch andere entdecken jetzt geradezu gegenständliche Aspekte in meinen Bildern.“ Dazu verführen beispielsweise Linienführungen, die Bildaufteilungen bei Landschaftsmalereien ähneln, ohne jedoch konkrete Silhouetten darzustellen.Die Deutungsmöglichkeiten seiner und der Kunst überhaupt interessieren und begeistern El-Hazib merklich. Ganz besonders freut er sich über Bildinterpretationen der Enkelin seiner Frau. Ihr hat er auch eines der poetischen Werke der letzten Zeit gewidmet: „So faltet die schöne Camille die Luft auf“ heißt es und erinnert mit diesem Titel daran, dass El-Hazib auch Dichter ist. Die lyrischen und abwechselnd mit feinem Humor und schwerer Melancholie durchwirkten Titel wiederholen in Kombination mit den Bildern die Spannung zwischen Abstraktion und Gegenstand in El-Hazibs Kunst. Immer wieder bildet der Irak-Konflikt den Fluchtpunkt seiner Arbeit. „Von zu direkten Anspielungen in der Kunst halte ich aber nichts, das wird meist platt“, sagt der Künstler.Aber sowohl die düsteren schweren Farbkompositionen als auch sonnige, vorsichtig tastend in Gelb und Orange gehaltene Exponate werden für den Maler zu den Polen zwischen Flucht und Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt. „So schön bleibst du Bagdad“, heißt es dann melancholisch auf der einen Seite, während auf der gegenüber liegenden Wand Platz für „

kölner stadtanzeiger,2005